Die italienische Leichtigkeit des Designs.

25. März 2019 | Bad

So sehr Italien von gutem Essen und seinen jahrtausendealten Denkmälern geprägt ist: Das Land spielt auch beim Thema Design in der ersten Liga mit – und das ebenso state-of-the-art wie zeitlos-elegant. Mailänder Mode setzt regelmässig international Massstäbe, Ferrari ist der Inbegriff für rassige Sportwagen, Alessi wiederum belebt die Küche mit ausgefallen gestalteten Accessoires.

Doch ganz gleich, um welches Produkt es sich handelt: Italienisches Design sticht hervor. Es vereint extravagante und klassische Formen und entsteht gern im Mix aus experimentellen und traditionellen Materialien – oft verbunden mit einem Hauch von Luxus. Statt nordeuropäischer Form-follows-function-Strenge gehen italienische Designer freier und lässiger an ihre Entwürfe heran – ganz im Sinne der Sprezzatura. Dieses Credo des betont lässigen und mühelos wirkenden Handelns ist in Italien tief verwurzelt und zieht sich durch viele Lebensbereiche.

CRISTINA und CATALANO Trendsetter im Badezimmer
Im Badbereich haben sich ebenfalls mehrere italienische Marken international einen Namen
gemacht – zwei davon sind CATALANO und CRISTINA Rubinetterie. Die eine steht für hochwertige
Badkeramik, die andere für herausragende Armaturen und Duschsysteme.

1949 gründete Ezio Cristina sein Unternehmen CRISTINA in Gozzano. Das kleine Städtchen liegt in der
nördlichen Piemont-Region, unweit des Lago Maggiore, nur 90 Kilometer von Mailand entfernt. Ein guter Design-Standort also. Von Anfang an setzte Cristina auf zwei Ansprüche: Design und Innovation sollten auf gleicher Augenhöhe sein. So investierte CRISTINA Rubinetterie konstant in die technologische Forschung und arbeitete mit namhaften Produktdesignern zusammen, darunter Makio Hasuike, Jean-Michel Wilmotte und Carlo Colombo. Immer wieder zeigte das Unternehmen Mut und brachte auch sehr ausgefallene und futuristische Produkte auf den Markt. Im Programm ist etwa die Armatur Esempio, eine organisch geformte Skulptur, die zugleich ein verchromtes Kunstwerk ist. Typisch italienisch einfach. Noch etwas war dem Unternehmen seit jeher wichtig: Alles ist komplett made in Italy. Dies hat sich ausgezahlt. CRISTINA Rubinetterie steht für Premium-Qualität und stattet nicht nur erstklassige Hotels auf der ganzen Welt aus – die Marke ist auch in privaten Badezimmern beliebt.

Das gilt ebenso für CATALANO. In Fabrica di Roma, nördlich von Rom, liegt die Heimat des grössten italienischen Exporteurs von Sanitärkeramik. Auch dessen Credo lautet: Alles wird in Italien entwickelt und hergestellt – vom Waschbecken über das Bidet bis zum WC und zur Duschwanne. Die Formensprache von CATALANO ist von zeitloser Eleganz und einer subtilen Leichtigkeit geprägt – da ist sie wieder, die Sprezzatura. Und sie begeistert regelmässig die Jurys renommierter Design-Awards. 1967 wurde das Unternehmen gegründet, heute ist es in über 100 Ländern vertreten und hat unter anderem im Olympia-Stadion von Sydney und im Armani-Flagship-Store von Hong Kong seine Spuren hinterlassen. Nicht nur dort – täglich entstehen 1.500 Keramik-Produkte in Fabrica di Roma.

Doch wie sieht es in typisch italienischen Bädern aus? Die Besonderheiten des italienischen Bades liegen in der Gestaltung der Wände und Böden: Oft werden Steinfliesen in warmen, erdigen Farbtönen und mit organischen Texturen oder kunstvollen, teils farbenfrohen Mosaiken verwendet. In luxuriösen Bädern spielt auch Marmor eine grosse Rolle. Klar, in Italien befinden sich einige der weltweit bedeutendsten Abbauregionen des „weissen Goldes“ – Marmor gibt es quasi vor der Haustür. Daher wird das edle und unikale Gestein im italienischen Bad gern verbaut. Ansonsten ist das Badinterieur sehr vielfältig: von rustikalen, mit Natursteinen ausgekleideten und mit antiken Statuen dekorierten Bädern mit geschwungenen Retro-Waschbecken bis hin zu super-modernen, minimalistischen Badeinrichtungen.

Von der Ausstattung her ähneln die italienischen Bäder denen in unseren Breiten. Grösster Unterschied: Fast überall ist ein Bidet zu finden. Wie in zahlreichen anderen südeuropäischen Ländern zählen die WC-Duschen zur festen Badeinrichtung. Überhaupt nehmen Italiener die Körperpflege scheinbar genau. Durchschnittlich geben sie dafür jährlich 300 Euro pro Person aus – das ist Spitze in Europa. Übrigens: Die Badkultur Italiens reicht weit zurück in der Geschichte. Schon zur Zeit des Römischen Reichs – also vor über 2.200 Jahren – nahmen die Menschen auf der Apennin-Halbinsel ein wohltuendes und entspannendes Bad in den opulenten öffentlichen Bädern. Das Wasser dafür floss über beeindruckende Aquädukte direkt aus Gebirgsquellen heran, oftmals über mehrere hundert Kilometer hinweg. Und der französische Gelehrte Michel de Montaigne berichtete bei seinem Italienbesuch Ende des 16. Jahrhunderts erstaunt von einem „Tropfapparat, der la doccia genannt wird“ – was er erstaunt entdeckt hat, war eine der ersten Duschen. Wahrscheinlich sah auch die schon sehr elegant aus – denn das Schöne gehört einfach zu Italien.



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